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Madagaskar - Multimediapräsentation 04.03.2015

 

Ein Reisebericht von und mit Gereon Alter

Er weilte mal wieder in seiner Heimatgemeinde, der gebürtige Heßleraner, der heute als Pfarrer die Pfarrei Ruhrhalbinsel in Essen leitet. Bekannt ist Gereon Alter inzwischen auch als Sprecher der ARD-Sendung "Das Wort zum Sonntag", deren Sprecherteam er seit Anfang 2010 angehört. Eine Leidenschaft hat ihn seit seiner Jugendzeit nicht losgelassen - das Radreisen. Zusammen mit einigen Jugendlichen aus der Gemeinde St. Elisabeth unternahm er schon damals mehrere Reisen mit dem Fahrrad in fremde Länder. Inzwischen ist er in jährlichen Abständen ganz allein unterwegs und erkundet auf seinem Fahrrad nicht nur europäische, sondern vermehrt außereuropäische Länder. Die letzte Tour führte ihn durch den Himalaya. Von allen Radreisen hat Gereon Alter jeweils Dias zusammengestellt, die in einer packenden Mulitmediashow den Zuschauern in seinen jetzigen und damaligen Gemeinden präsentiert wurden und auch immer noch werden.

Über seine Reise durch Madagaskar berichtete Gereon Alter nun im Gemeindesaal von St. Elisabeth in Heßler. Die Insel im indischen Ozean wurde den anwesenden Heßleranern durch beeindruckende Bilder nahegebracht. Madagaskar bietet einzigartige Landschaften mit einer tropischen Flora und einer vielfältigen Tierwelt, deren Arten fast ausschließlich nur auf dieser Insel beheimatet sind. Berühmt ist der mächtige, in den trockenen Gebieten wachsende Baobab-Baum, der große Wassermengen in seinem bauchigen Stamm speichern kann und so Trockenperioden überlebt. Nahaufnahmen von Lemuren und Kamäleons versetzten die Zuschauer in eine exotische Welt. Die Bevölkerung der Insel hat eine gemischte Herkunft. Die Besiedelung fand offenbar durch die Einwanderung von Menschen überwiegend aus Indonesien und Arabien und teils aus Afrika statt. Interessante Aufnahmen spiegelten den Totenkult der Madagassen wider, der sehr hoch gehalten wird. So kommen alle fünf Jahre Familienangehörige eines Dorfes zusammen, um eine fröhliche Feier in Erinnerung an ihre Verstorbenen zu gestalten. Die in den Totenhäusern - oftmals seit vielen Jahren dort aufbewahrten - eingewickelten Gebeine der Vorfahren werden wieder herausgetragen und in neue Tücher gelegt. Es herrscht eine fröhliche Stimmung mit Musik, Reisgerichten und Alkohol, ob des Wiedersehens mit den nahen Verwandten. Nach dieser Zeremonie finden diese wieder ihre Ruhe im Totenhaus bis zur nächsten Feier in fünf Jahren.     

Gereon Alter hat seit seiner Reise durch Madagaskar bereits seit einigen Jahren eine enge Beziehung zu den Schwestern des "Hauses der Liebe" (Maison de Charité) in Ambositra. Erfreulich ist, dass - obwohl kein Eintritt bei den Dia-Abenden erhoben wird - die Besucher stets großherzig  für dieses Projekt spenden. So geschehen auch diesmal in Heßler. Bis heute hat Gereon Alter der dortigen Schwester Margherita über 30.000 Euro überweisen können, die allen Bewohnerinnen und Bewohnern des Hauses zu Gute kommen.    

 

Gereon Alter präsentierte beieindruckende Bilder von seiner Radreise durch Madagaskar, die er zudem mit aufschlussreichen Berichten kommentierte. Hier sehen Sie einige der gezeigten Bilder vom Fest des Wiedersehens mit den verstorbernen Familienangehörigen.

 

 

Der Totenkult:  Das große Fest der Madagassen, zu dem die Familien zusammenkommen, um zu musizieren, gut zu essen und zu trinken, um dann ihre Verstorbenen aus dem Totenhaus zu tragen, sie zu umarmen und sie danach neu einzuwickeln.
 

Erklärungen waren sehr angebracht, um die Gefühle der Angehörigen begreifen zu können. Hier wird ein Leichnam aus dem Totenhaus getragen.  

 

Viele Länder hat Gereon Alter bisher mit seinem Fahrrad bereist. Dass er bei einer "Leichenwendfeier" zu Gast sein konnte, war für ihn ein außergewöhnliches Ereignis. Diese junge Mutter mit ihrem Baby, Teilnehmerin des Festes, hielt er im Bild fest.   

 

 

 Mit diesem Bild - Baobab-Bäume in der Abendsonne - bedankte sich Gereon Alter bei den Besuchern in Heßler.

 

(Alois Kessel)