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Tag der amigonianischen Familie 2012

 

50 Jahre Amigonianer in Deutschland. Anlass genug, dass sich wieder einmal die amigonianische Familie am Sonntag, dem 4. März 2012, in St. Elisabeth in Heßler zusammen gefunden hatte.

 

Dieser besondere amigonianische Tag begann mit der Hl. Messe um 10°° Uhr, zu der sich außer den zur Sonntagsmesse erschienenen Gemeindemitgliedern die ´amigonianische Familie´ eingefunden hatte: Patres, Schwestern und Brüder der Ordensgemeinschaft mit ihren Familienangehörigen, MitarbeiterInnen und Freunde dieser großen Familie. Die Predigt hielt der aus Köln angereiste Amigonianerpater Ralf Winterberg. Musikalisch begleitet wurde die Messe von dem Jugendchor und der Jugendband unserer Gemeinde. Nach der Messe traf sich die Gemeinschaft im Gemeindesaal. In seiner Begrüßungsansprache erinnerte Pater Anno, wie auch zuvor Pater Ralf in seiner Predigt,  u. a. an die zeitgleichen Ereignisse vor 50 Jahren - nämlich die Einberufung des II. Vatikanischen Konzils und die Gründung der Kölner Amigonianerkommunität. Pater Alois beleuchtete sodann in einem anschaulichen und eindrucksvollen Diavortrag zunächst die Anfänge der Ordensgemeinschaft mit der Gründung im Jahre 1889 in Valencia durch den spanischen Kapuzinerpater Luis Amigó. Es folgte die Schilderung der Weiterentwicklung und die Ausweitung des Ordens mit seinen vielfältigen Aufgaben in der Jugendarbeit. Als dritter Orden des hl. Franziskus gehören die Amigonianer als `Kongregation der Kapuziner-Terziaren Unserer Frau der Schmerzen TC` der franziskanischen Ordensfamilie an. Der Orden ist in vier Provinzen aufgeteilt, denen jeweils ein Provinzial vorsteht. Der Generalobere hat seinen Sitz in Rom. Für die Amigonianer war vor 50 Jahren Köln die erste Station ihres Wirkens in Deutschland. Am 4. Oktober 1986 kam eine Gruppe spanischer Amigonianer nach Heßler, bezog eine Wohnung in der Aldenhofstraße 14 und fing an, auch hier eine Kommunität zu errichten. Die Spanier Pater Johannes Garcia, Bruder Antonio Garcia und Bruder Angel Pina machten es sich zur Aufgabe, den Kindern und Jugendlichen in diesem Bereich der katholischen Kirchengemeinde Heßler Lebenshilfe mit auf den Weg zu geben. Der an der Grenze Heßler/Feldmark entstandene Jugendtreff bietet seit Jahren mit seiner Angebotsvielfalt an Bildung, Ausbildung und Freizeitgestaltung ein gern angenommenes Gesamtpaket zur Bewältigung von oft beschwerlichen Situationen in kritischen Lebenslagen. Nach Pater Johannes Garcia und Pater Jürgen Hoffend ging die Leitung des Jugendtreffs auf Pater Anno Müller über, der dann vor 4 Jahren die Führung in die Hände von Michael Niehaus legte. Mittlerweile besteht auch zwischen der Hauptschule Grillostraße in Schalke und den Amigonianern eine Kooperationspartnerschaft, die in gegenseitigen Vereinbarungen festgelegt worden ist. Diese Vereinbarungen beziehen sich auf die Mitarbeit der Amigonianer bei folgenden Schwerpunkten: Übermittagbetreuung, Hausaufgabenbetreuung, Freizeitangebote, Ferienprogramme, allg. pädagogische Begleitung, Praktikumsbegleitung etc. Den ständigen kooperativen Kontakt zur Schule - es besteht hier ein  sog. Schülertreff -  und auch zu den Schalker Familien hält in Verantwortlichkeit Sandra Altmann. Zudem wurden inzwischen nach der Schließung der Gaststätte im `Haus Eintracht` in der Grillostraße die vorhandenen pfarreigenen Räumlichkeiten  zu einem weiteren Jugendzentrum - jetzt also für den Stadtteil Schalke -  umgestaltet, in dem die soeben genannten Aktivitäten effektvoll intensiviert werden können. Für dieses neue Projekt zeichnet Peter Klein als Projektverantwortlicher.  

Im Anschluss an den halbstündigen Vortrag von Pater Alois referierte Pater José Oltra aus Madrid in spanischer Sprache über sein Wirken in der Ordensgemeinschaft. Pater Oltra war einige Jahre Generaloberer und ist heute stellvertretender Provinzoberer. Die Übersetzung ins Deutsche übernahm Bruder Tim Fechtner.

Für alle Anwesenden gab´s dann zum Mittagessen ein spanisches Gericht: eine wohlschmeckende Paella. Zum Ausklang des Tages der Begegnung und Erinnerung konnte sich die Amigonianerfamilie in kleinen Gruppen bei Kaffee und Kuchen in Gesprächen untereinander lebhaft austauschen.       

 

 Einzug in die Kirche

Die zur Meßfeier anwesenden Priester: v.l.: Pater Alois, Pater Ralf, Pater Oltra, Pater Anno, Jugendseelsorger Christoph Wichmann - und zwei MessdienerInnen

Beginn der hl. Messe: Zelebrant Pater Ralf

 

 Die Feier der hl. Messe

 

Begegnung, Präsentation und Gedankenaustausch im Gemeindesaal

Pater Anno, Pater Alois zu Beginn des Diavortrages

Pater Alois erklärt den Stammbaum der Franziskanischen Ordensfamilie

Der Gründer des Amigonianerordens:    Luis Amigó inmitten Jugendlicher 

Interessiert lauschten alle Anwesenden .........

......... den Worten des stellvertretenden Provinzoberen, Pater José Oltra,

.......... und sie waren von seinen informativen Ausführungen angetan.

Worte der Anerkennung und des Dankes von Pater Anno an Michael Niehaus für seinen lobenswerten Einsatz als Leiter des Jugendtreffs in der Aldenhofstraße

Letztlich wurden die Gaumen verwöhnt und der Hunger gestillt mit dieser gerade fertig gewordenen Paella, ..........

........ die allein schon durch ihre farbenfrohe Dekoration und durch ihren einladenden Duft die hungrigen Mäuler zum Teller greifen ließ.    

 

Auch während des Essens kam bei diesen Beiden die Unterhaltung und der Gedankenaustausch nicht zu kurz: Pater José Oltra und der zur Kommunität an der Aldenhofstraße gehörende Amigonianerbruder Lucinio. 

(Alois Kessel)