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Vorstellung der Chorfenster in der WAZ

Im Rahmen der WAZ-Serie "Fenstergeschichten" erschien am 18. Mai 2011 der unten stehende Bericht über die drei Chorfenster in unserer St. Elisabeth-Kirche. Im Jahre 1952 wurden diese Fenster nach den Entwürfen von Professor Heinrich Stephan von der Firma Donat eingesetzt. Professor Heinrich Stephan, geboren 1896 in Südungarn, war seinerzeit Kunstlehrer am Max-Planck-Gymnasium in Gelsenkirchen-Buer. Die Firma Donat befand sich damals in der Lindenstraße 10-12 in Gelsenkirchen-Buer.

  Im Monat August 1952, so schrieb dann der damalige Pfarrer Augustines Stöcker nieder, wurden die neuen Kirchenfenster des Chores Wirklichkeit und eine Zierde des Gotteshauses. Sie wurden in wahrhaft kunstvoller Weise von Herrn Professor Stephan in Buer entworfen und von der bekannten Firma Donat hergestellt. Sie geben sogleich Zeugnis von der Opferbereitschaft der meisten Pfarrangehörigen.“

 

  • Die Kosten für die Chorfenster beliefen sich auf 8.000 DM, die durch monatliche Opfergänge der Gläubigen in Höhe von 500 - 600 DM beglichen wurden.
  • Die in der Schwarzlot-Technik geschaffenen Fenster stellen die drei Hauptfeste der Christenheit dar: Geburt Christi, Auferstehung Christi und Geistsendung.
  • Das Augenmerk ist schon beim Eintritt in die Kirche auf diese Fenster gerichtet. Sie lösen durch ihre Dominanz und Ausstrahlung beim Betrachter immer wieder Bewunderung aus.
  • Besonders jedoch in der Osternacht kommt dem mittleren Fenster eine besondere Bedeutung zu, wenn nach dem Entzünden der Osterkerze und dem dreifachen  Ruf „Lumen Christi“ dieses Fenster mit der Darstellung des auferstandenen Herrn von außen angestrahlt wird.
  • Professor Heinrich Stephan hat die Motive der in der St. Elisabeth-Kirche in Heßler dargestellten Fenster in ähnlicher Form geschaffen in der St. Barbara-Kirche in Dortmund-Eving.
  • Alle Kirchenfenster der St. Elisabeth-Kirche sind auch in der Homepage der „Stiftung Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jahrhunderts e.V.“ unter www.glasmalerei-ev.net/pages/b1052/b1052.shtml zu sehen.  

    Hinweis: Durch Kriegseinwirkung wurden sämtliche Fenster der St. Elisabeth-Kirche zerstört. Dazu zählten auch die Chorfenster aus der kleinen St. Mariä-Himmelfahrt-Kirche, die 1931 durch das jetzige Langhaus erweitert wurde. Im Zuge der Wiederaufbauarbeiten entstanden zunächst als Interimslösung die abgebildeten Fenster mit dem Schriftzug "Das ist mein Leib - Das ist mein Blut". Das auf dem Bild zu sehende Gestänge war damals bautechnisch zur Stabilisierung der Grundsäulen in der Vierung erforderlich (bis zur vollständigen Renovierung der Kirche in den Jahren 1963 bis 1966).   

     

  • (Alois Kessel)